Praxisspektrum
Kieferorthopädie
Die Kieferorthopädie ist ein Spezialgebiet der Zahnheilkunde, das sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung (Korrektur) von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne befasst.
Der Kieferorthopäde ist ein Zahnarzt, der nach erfolgreichem Abschluss seines Zahnmedizinstudiums mindestens ein Jahr als Zahnarzt gearbeitet hat und anschließend eine mindestens dreijährige, ganztägige und hauptberufliche Weiterbildung auf dem Gebiet der Kieferorthopädie abgeschlossen hat. Diese Ausbildung muss teils in einer kieferorthopädischen Fachpraxis, teils in einer kieferorthopädischen Universitätsklinik erfolgen und schließt mit einer Facharztprüfung ab.
Eine kieferorthopädische Behandlung dient der Beseitigung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Die moderne Kieferorthopädie bietet den Fachzahnärzten ein umfangreiches Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. Ziel jeder Behandlung ist das Erreichen und Erhalten eines gesunden harmonischen Gebisses, das so gut wie möglich funktioniert und so lange wie möglich erhalten bleibt. Denn gerade und gesunde Zähne signalisieren Lebensfreude und Gesundheit.



Systemische Kieferorthopädie (Kraniofaziale Orthopädie)
„An den Zähnen hängt ein ganzer Mensch“
Deshalb ist die Kaufunktion - ein „richtiger Biss“ - besonders wichtig.
Denn das Kausystem ist anatomisch und funktionell intensiv vernetzt mit vielen anderen Ihrer Körpersysteme. Störungen von außerhalb können sich im Kausystem auswirken. Und umgekehrt: Störungen und Belastungen aus dem Kausystem – z.B. Fehlfunktionen wie das Knirschen und Pressen mit den Zähnen, ein falscher Biss, Knacken im Kiefergelenk, verspannte Kaumuskeln – können sich außerhalb des Kausystems auswirken.
Ein falscher Biss kann zu Beschwerden im ganzen Stütz- und Bewegungsapparat führen: zum Beispiel Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schulter-Arm Schmerzen, Rückenschmerzen, Hüft- und Knieschmerzen oder auch zu Ohrgeräuschen (Tinnitus). Auch andere Missempfindungen können durch einen falschen Biss verursacht sein.
Das Kausystem sollte deshalb nicht isoliert von den anderen Körpersystemen untersucht oder behandelt werden.
Die Berücksichtigung dieser Zusammenhänge zwischen Kausystem und anderen Körpersystemen “nennt man „Systemische Zahnmedizin“ oder auch „Ganzheitliche Zahnmedizin“
Dabei ist für die Erstellung eines individuellen für den jeweiligen betroffenen Patienten „maßgeschneiderten“ Behandlungskonzeptes die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Ärzten und Therapeuten: Allgemeinärzte, Orthopäden, Internisten, Neurologen, HNO-Ärzte, Naturheilärzte, Psychologen, Physiotherapeuten, Osteopathen usw. erforderlich.

